Ende Januar 2020 wurde der erste COVID-19-Fall in Deutschland diagnostiziert. Seit gut einem Jahr hat das neuartige Coronavirus nun also weitreichenden Einfluss auf unseren Alltag. Doch bereits um den Jahreswechsel wurde damit begonnen, die ersten Personen in Deutschland gegen das Coronavirus zu impfen.

Dennoch gilt vor dem Hintergrund steigender Fallzahlen weiterhin, Abstand zu halten und möglichst zuhause zu bleiben. Das Coronavirus stellt die Risikogruppe der Pflegebedürftigen weiter vor große Herausforderungen – und mit ihnen auch pflegende Angehörige und professionell Pflegende. pflege.de gibt Antworten auf Fragen, die rund um das Thema Coronavirus im Pflege-Alltag entstehen und fasst Corona-Regelungen zusammen, die sich auf die Pflege auswirken.

Corona-bedingte Sonderregelungen in der Pflege

Besonders Pflegebedürftige müssen vor einer Infektion mit dem Coronavirus geschützt werden. Vorerkrankungen, ein hohes Alter oder auch ein geschwächtes Immunsystem sind Risikofaktoren, die tendenziell einen schwereren Krankheitsverlauf begünstigen. Um das Infektionsrisiko gering zu halten, gelten vorübergehend veränderte Rahmenbedingungen in der ambulanten und stationären Pflege.

Das neue Krankenhauszukunftsgesetz

Das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) bringt gesetzliche Änderungen für pflegende Angehörige und Pflegebedürftige mit sich. Es wurde am 18.09.2020 vom Bundestag beschlossen und bedarf nicht der Zustimmung des Bundesrates. Es ist im Oktober 2020 in Kraft treten.

Pflegegrad-Begutachtungen vom MDK und MEDICPROOF in Corona-Zeiten

Durch den Anstieg der Fallzahlen seit November 2020 in ganz Deutschland können die Pflegegrad-Begutachtungen gemäß § 147 SGB XI durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) und MEDICPROOF bis zum 31. März 2021 ohne Untersuchung des Versicherten in seinem Wohnbereich erfolgen. (s. Quelle 14, Stand: 3. Dezember 2020)

Betroffene bereiten sich mithilfe eines Leitfadens, den sie vom MDK erhalten, auf eine Begutachtung ohne persönlichen Hausbesuch vor. In begründeten Fällen werden Hausbesuche unter strenger Einhaltung des Hygienekonzeptes durchgeführt.

Pflegeschulungen in Corona-Zeiten

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation wird empfohlen, dass Pflegeschulungen nicht wie gewohnt im Zuhause des Pflegebedürftigen stattfinden. Damit pflegende Angehörige trotzdem notwendiges Pflege-Fachwissen vermittelt bekommen, finden derzeit „Schulungen aus der Ferne“ statt, z. B. per Telefon oder Video. Hierbei handelt es sich nicht um eine gesetzliche Regelung, sondern um eine individuelle Vereinbarung zwischen Leistungserbringer und Pflegekasse. Wenn Sie an einer „Schulung aus der Ferne“ interessiert sind, sprechen Sie am besten Ihre zuständige Pflegekasse an und fragen Sie nach möglichen Partnereinrichtungen oder sonstigen Alternativen.

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